Das Ärgernis

Wie das eben so ist, läuft man nichtsahnend durch die Gegend. Heute ar genau so ein nicht erwarteter Moment:

Mehrere Personen kommen mir mir einer total überfüllten, rollbaren Palette entgegen. Im angesicht der Bier- und Getränkemengen fällt mir garnicht auf, dass man eine Ladungssicherung hier nicht vorgenommen hat.

Ein paar Meter weiter höre ich plötzlich klirrendes Glas und fkuchsnede Personen. Ich drehe mich um, und der unerschütterliche Drang, dieses Bild für die Ewigkeit aufzubewahren, übermannt mich ungeachtet jeglicher Risiken, von den Betroffenen aufgrund der Gafferei und des Sensationsjournalismus verprügelt zu werden.

Das Ergebnis meines Mutes ist im folgenden festgehalten:

oettinger

Mall Magician

So viel steht fest: im Mittelalter hätte man ihn verbrannt!

“Ich habe ein Ticket, nur nicht dabei… ach ja, den Personalausweis auch nicht” - Terror in unseren Zügen

Liebe Leser,

man kann über die Preise der Bahn streiten. Nicht desto Trotz weis jeder, dass er ein Ticket haben, bzw. kaufen muss, um mitfahren zu dürfen. Abgesehen von den echten Schwarzfahrern, die dann wenigstens ihren Personalausweis haben, damit die Bahn dann auch 40 Euro kassieren kann, gibt es auch die, die einfach mal komplett papierlos fahren. Da bekommt der Begriff “papierloses Ticket” eine ganz neue Bedeutung.

Kurzum: gestern erst wurde ich mal wieder überrascht von einem Schwarzfahrer, der es dreist fand, dass man ihn nach dem nicht vorhandenen Ticket fragt.

Nun aber zur Story:

Dienstag später Nachmittag, voller RE 11 in Richtung Essen. Das Dilemma beginnt in Duisburg und eskaliert dann in Mülheim a.d. Ruhr. Die hysterische Frau mit ihren zwei Kindern schreit dem Zugbegleiter hinter her, der erstmal die anderen Leute kontrollieren wollte. Doch nachdem sich die Mitfahrerenden beschwerten, stand sie auf und lief dem Zugbegleiter hinter her. Inzwischen war ich ganz wach, nahm die Kopfhöhrer aus den Ohren, um genauer hinhören zu können. Es stellte sich heraus, dass die Frau weder Ausweis noch Ticket dabei hat. Nun, behaupten kann jeder, dass er ein Ticket hat. De Facto hatte sie keines dabei. Dass der Zugbegleiter damit ein Problem hat wundert nicht und bot der Frau an, einfach in MH auszusteigen und die Sache dabei zu belassen. Diese weigerte sich aber und als der Zugbegleiter noch meinte, er könne auch die Polizei holen konnte man ein plötzliches Umdrehen der Leute in Richtung Geschehen beobachten. Zum Glück kam keine Polizei, die Fahrt ging weiter - aber ohne Terror, was mich auch wunderte.

Doch da hatte ich mich wohl einfach verhöhrt. Sie lief dem Zugbegleiter hinter her… nach oben! Das war auch der Grund warum man nichts hörte. Dann kam sie irgendwann wieder, der Zug war fast in Essen und ich stand genervt auf und warf noch einen bösen Blick der Frau zu. Naja, sie stieg nicht aus und fuhr weiter.

Liebe Leser: manchmal ist es besser, papierlos hin oder her, wenigstens etwas dabei zu haben: ein lautes Organ um der Bahn Dampf zu machen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Zu bescheuert zum Autofahren? Zu bescheuert zum Pünktlichfahren!

Was erlebt man nicht alles mit der EVAG (Essener Verkehrs-AG)!
Auf meinem morgendlichen Weg sah ich heute meine Bahn etwas verfrüht an der Haltestelle stehen, komisch, dachte ich mir. Doch der Blick zurück bestätigte: die nächste Bahn war bereits unterwegs. Ganze 9 Minuten Verspätung bei einem Zyklus von 10 Minuten!
Ich stieg also in die verspätete Bahn und bemerkte schon, dass hier was nicht stimmt:
Ein speisender „Wahnfahrer”, der sich mit den Streckenposten einer Baustelle gut amüsierte. „Fahren, nicht freuen!” , dachte ich mir.
Nun ist es so, dass die Bahn an einer Stelle um die Ecke auf eine Kreuzung zufährt. Wer da Links abbiegen will - beim links abbiegen muss man, man glaubt es kaum, bisweilen mal warten - steht dann direkt auf den Gleisen.

Ich fahre also mit dem zu gut gelaunten, frühstückenden Bahnfahrer um diese Ecke, plötzlich entdeckt er eine unschuldige Autofahrerin, die ihre Kinder zur Schule fährt, auf dem besagten Linksabbieger gegenüber.
Auf einmal leitet er ein bahntypusches aggressives Schellen ein. Schreit rum und gestikuliert wild in Richtung der nichts ahnenden Autofahrerin.
Die arme Frau, gänzlich eingeschüchtert, versucht mit allen Mitteln der Kunst ihr Vehikel bei Seite zu manövrieren, ohne dabei das hintere Auto zu ramponieren. Ich beobachte deeskalierende Gesten und verängstige Kinder in dem Auto. Als dann Platz ist, fährt der bahnfahrer natürlich nicht weiter, nein, er fährt auf “Augenhöhe” zur Autofahrerin, guckt nochmal 5 Sekunden böse und schreit “zu bescheuert zum Autofahren?” und fährt dann erst weiter.

Der Aufklaerer meint: “zu bescheuert zum pünktlichfahren!”

Die Eskapaden nehmen langsam überhand! Der durchschnitliche Bahnfahrer scheint nicht gelernt zu haben, die Uhr zu lesen, Rücksicht im Straßenverkehr sind ihm fremd!
Uns es wäre ja auch nicht das erste Mal, dass wir über die Schandtaten von EVAG und Co berichten!

Es wird Zeit, dass Bahnfahrer ihre Arbeit richtig ausführen!

Sei Kluck!

Wähle Links. Nie hat jemand einen Protestbanner schöner vor ein Wahlplakat geklebt. Respekt.